Tag 5 der Ausgangssperre

đŸ‡«đŸ‡·đŸ‡©đŸ‡ȘIch schreibe nicht ĂŒber die große Politik, sondern ĂŒber das, was mich hier an der Grenze direkt betrifft. Mein Nachbar gehört auch zu den Menschen „an vorderster Front“ gegen das Virus. Er ist verheiratet, hat vier Kinder, davon zwei kleine Jungs. Er hat mir von seinem „Papamobil“ erzĂ€hlt, dass er sich um die Theke gebaut hat- dicke PlexiglasScheiben, die ihn vor dem Virus schĂŒtzen sollen. Knapp 800 Leute suchten seine Apotheke binnen 5 Stunden auf. Ein Wahnsinn- fast alle fragten nach Paracetamol. Uns und der restlichen Nachbarschaft hat er einfach so aus Sorge eine Packung in den Briefkasten geworfen- damit wir gerĂŒstet sind, wenn uns auch das Fieber ereilt. 

Heute Morgen wieder nix los auf der Straße- niemand mit dem Baguette unterm Arm. Nur wir mit unseren zwei SchĂ€ferhunden. Den Funkmasten musste ich knipsen- immerhin ist er im Moment fĂŒr die meisten Menschen hier das Tor zur Außenwelt. Ich bin stolz auf „meine“ oft so widerspenstigen Franzosen hier im Grand-Est. Sie handeln besonnen und halten sich weitestgehend an die Regeln. Nur so geht es. Bravo! Wir erwarten heute neben den Verboten fĂŒr den Aufenthalt im Wald und den Schließungen aller Parks noch weitere EinschrĂ€nkungen. Ich werde berichten. Bleibt gesund und bleibt zuhause! Salut aus Sarreguemines! 

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