Tag 30 der Ausgangssperre

đŸ‡«đŸ‡·đŸ‡©đŸ‡ȘGestern ging am Bahnhof von Sarreguemines Ungewöhnliches vor. Normalerweise betritt man den Gare de Sarreguemines, um in einen Zug zu nehmen oder in die Saarbahn einzusteigen und dann nach SaarbrĂŒcken, Richtung Metz oder Richtung Strasbourg zu fahren. Gestern wurde der Bahnhof ab 17 Uhr umfunktioniert. Auf dem Bahnsteig, auf dem sonst Passagiere auf ihre ZĂŒge warten, hatte die Bauerngenossenschaft „La Ruche qui dit oui“ ihre Waren aufgebaut. Bereits am Vorabend wurden per Email Abholnummern an die OnlineBesteller verschickt und ein AbholZeitfenster genannt. 80 Besteller gab es anscheinend- ich war die Nummer 6 und ich durfte zwischen 17.45 und 18 Uhr zur Verteilstelle kommen. Diese Initiative und die Verteilung in Sarreguemines ist eine direkte Reaktion auf das Confinement. Und was soll ich sagen: Es klappte prima! Als ich dran war, nannte ich meine Nummer und schon landete das Wurst- und Fleischpaket in meinem Einkaufskorb, in meinem Panier. Ein paar Schritte weiter wurde frische Milch ausgegeben und nochmal ein paar Schritte weiter wartete das Obst und GemĂŒse darauf von den Kunden mitgenommen zu werden. An jeder Station ein netter Bauer oder eine nette BĂ€uerin, die die leckeren Sachen in Eigenproduktion herstellt. Und was soll ich sagen- ich bekam endlich Eier- und jetzt sogar die guten, die von glĂŒcklichen HĂŒhnern sozusagen direkt in den grauen Eierkarton gelegt wurden. Wenn man ĂŒber eine Woche nach Eiern sucht, sehen sie wirklich golden aus. đŸ˜‰ Und was erinnerte an das Confinement? Die Polizei, die mit prĂŒfendem Blick, ganz langsam an der Schlange der Wartenden vorbeifuhr. Aber wir standen alle in gebĂŒhrendem Abstand, viele trugen Masken. Alles gut.

WĂ€hrend der Verteilung von „La Ruche qui dit oui“ fuhr einer der letzten NahverkehrszĂŒge der französischen SNCF ein. Auf seinem Display stand „Terminus du Train“ – Ich las die Worte immer noch unglĂ€ubig. Und da war er wieder, der Gedanke an die geschlossene Grenze, mitten in Europa, „Endstation SaargemĂŒnd“. Das entspricht so gar nicht dem Charakter von Sarreguemines- das passt nicht zu unserer kleinen, vitalen Stadt hier an der deutsch-französischen Grenze. Sie hat diese Bezeichnung nicht verdient- mit ihren wunderbaren Initiativen, den tollen Quartiers und ihren herzlichen SaargemĂŒndern. Bis zum 11. Mai ist es noch lang, aber all unsere Hoffnung liegt darin, dass es dann langsam besser werden wird
Und wenn die Zeit des Confinements vorbei ist, dann mĂŒsst ihr euch unsere Stadt mal anschauen- ihr werdet von ihrem Charme begeistert sein!đŸ‡«đŸ‡·

Bleibt gesund!

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